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Roider-Jackl-Gedächtnissingen

Roider Jackl, Volkssänger aus Weihmichl im Landkreis LandshutEin unvergleichlicher Abend, jeweils am Geburtstag des Roider Jackl, am 17. Juni lässt das Gasthaus Betz Oberglaim  die urbaierische Tradition des Gschdanzl singens wieder aufleben.

Der Roider Jackl, als baierischer Volkssänger weit über das Land hinaus bekannt geworden, wurde am 17. 06. 1906 in Weihmichl im Landkreis Landshut geboren.

Große Bekanntheit erlangte der Roider Jackl in der Nachkriegszeit bis Anfang der 1950er-Jahre durch das Vortragen von Gstanzln (kurze bayrische Spottlieder). Unter anderem hatte er viele Auftritte in der ab 1952 im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlten Weißblauen Drehorgel oder auch beim Salvatoranstich auf dem Nockherberg.

Meist bezog er sich mit seinen Liedern und Gstanzln sowohl auf aktuelle politische Ereignisse wie auch auf verbreitete menschliche Schwächen. Kaum einer der so „Derbleckten“ war jemals beleidigt, man betrachtete es im Gegenteil als besondere Ehre, von ihm aufs Korn genommen zu werden. 1971 erhielt er den Bayerischen Poetentaler.

Beispiele für Gstanzl des Roider Jackl sind:            

Über die Ewiggestrigen:

  Hoffentlich geht’s bei uns ruhig weida
  und kimmt net wieder a Gefreida
  der de Leit damisch macht
  daß hernach wieder ois zammakracht

Über Berufsbayern:

  Unsere weißblaua Krampfsepperln
  san für mi a routs Duach
  wenn jetzat oana Oachkatzlschwoaf song ko
  schreibt a scho über Bayern a Buach

Über sich selbst:

 Jetzt muaß i aufhern zum Singa
 sonst wer i berühmt
 und kriag a r’a so a Denkmal
 da wo’s Wasser rausrinnt.